22. Januar 2026

Winterzeit – Die Zeit der Weihnachtsmärkte

Hast du es auch schon gemerkt? Der Duft von gebrannten Mandeln, weihnachtlichen Backwaren und dampfendem Punsch weht gerade wieder durch viele Innenstädte. Auch hier bei uns in Fürth. Das liegt daran, dass die Adventszeit auch die Zeit der Weihnachtsmärkte – die je nach Region bzw. Ort ebenso Adventsmarkt, Wintermarkt oder Christkindlesmarkt genannt werden – ist. Seit wann gibt es diese Märkte aber eigentlich und wie haben sie sich im Laufe der Zeit verändert? Die Eulenpost hat das für dich einmal überprüft.

Wusstest du, dass es die ersten Weihnachtsmärkte schon seit dem 14. Jahrhundert gibt? Das sind mehr als 600 Jahre. Allerdings hatten diese Märkte nur sehr wenig mit unseren heutigen Christkindlesmärkten gemeinsam. Die Märkte im Mittelalter dienten vor allem dazu, dass sich die Bevölkerung mit Gebrauchsgegenständen und Lebensmitteln für die kalte Winterzeit eindecken konnte.

Erst im Laufe des 17. und 18. Jahrhunderts veränderte sich der Weihnachts-markt. Aus einem reinen Versorgungsmarkt wurde ein Ort, bei dem nun das fröhliche Beisammensein in den Fokus rückte. Neben Speisen und Getränken gab es immer häufiger auch Kinderspielzeug zu kaufen. Dieses konnten sich aber meistens nur wohlhabende Familien leisten. Auch die ersten Krippen – oftmals mit lebenden Tieren – tauchten zu dieser Zeit auf.

Im 20. Jahrhundert sorgte dann die Elektrizität mit einer Vielzahl an Lichtern für eine gemütliche Atmosphäre auf den Märkten. Die Marktbuden wurden weihnachtlich und traditionell gestaltet, künstlerische Programme wurden aufgeführt und auch Vergnügungen wie Karussells waren dort nun zu finden.

Gegenwärtig finden circa 2500 Weihnachtsmärkte in Deutschland statt. Die großen Weihnachtsmärkte in den Städten beginnen dabei meist um den ersten Advent herum und dauern bis zum Heiligen Abend am 24. Dezember. Manche Märkte haben sogar noch länger geöffnet. Einer der größten Weihnachtsmärkte in Deutschland findet dabei in Fürths Nachbarstadt Nürnberg statt. Circa 2,5 Millionen Besucher besuchen den „Christkindlesmarkt“ jährlich.

Zu den typischen Speisen auf den Weihnachtsmärkten zählen aktuell unter anderem Plätzchen, Lebkuchen, Stollen, Schokofrüchte und Bratwürste. Bei den Getränken stehen Kinderpunsch und Glühwein hoch im Kurs. Daneben bieten zahlreichen Verkaufsstände allerlei Weihnachtsschmuck und -deko an. Weihnachtliche Lieder, die oftmals im Hintergrund abgespielt werden, und eine gemütliche Beleuchtung sorgen darüber hinaus für eine besinnliche Stimmung.

Übrigens gibt es Weihnachtsmärkte nicht nur in Deutschland. Auch in unseren Nachbarländern wie in Österreich, Italien, Frankreich, der Schweiz oder in England veranstalten manchen Städten solche Märkte. Und auch in den USA werden „Christmas Markets“ immer beliebter.

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