Ragebait ist ein fragwürdiger Trend in sozialen Netzwerken, bei dem Menschen absichtlich mit provokanten oder absurden Inhalten empört werden sollen. Ob eklige Kochrezepte, fragwürdige Tipps oder beleidigende Aussagen – das Ziel ist es, möglichst viele Reaktionen, Kommentare und Klicks zu bekommen.
Dass das Thema bzw. dieser „Trend“ aktuell besonders relevant ist, zeigt sich auch daran, dass „Ragebait“ (englisch „rage“ = Wut + „bait“ = Köder) zum Jugendwort des Jahres 2026 gewählt wurde.
Vor allem Content Creator auf Instagram und TikTok, die absichtlich eklige Rezepte kreieren oder bekannte Gerichte bewusst „fehlerhaft“ kochen (u.a. Spaghetti Bolognese mit Ketchup), sind gegenwärtig typisch für Ragebait-Inhalte. Interesse an so einem Rezept? So wurde zum Beispiel in einem Kochvideo gezeigt, wie 500g Hackfleisch ohne Öl in einer Pfanne angebraten und 50g kleingeschnittene Datteln sowie drei Bananen hinzugefügt wurden. Viele Online-User fühlten sich davon angewidert und empört. Anschließend ließen sie ihre Wut in den Kommentaren freien Lauf.
Das wütende Kommentieren und Teilen dieser Videos ist jedoch genau das Ziel der Content Creator. Dadurch werden die Algorithmen der sozialen Netzwerke „gefüttert“ und das Video geht viral. So gelingt es den Erstellern solcher Videos, ihre Reichweite immer weiter zu vergrößern.
Was kannst du nun aber dagegen tun? Am besten versuchst du, solche Videos zu ignorieren und sie nicht zu kommentieren, um ihre Reichweite nicht noch zu erhöhen. Es gilt: Don’t feed the troll!
Bildquellen
- Ragebait: Canva
