23. Januar 2026

Achtung Kinder, aufgepasst: Der Krampus geht um

Eine düstere Schreckgestalt sorgt vor allem in der Adventszeit für Gänsehaut und fasziniert durch ihre unheimliche Präsenz: Der Krampus.

Dieses mystische Wesen ist eng mit dem Nikolaus verbunden, der bei uns am 6. Dezember als Symbol des Guten gilt. Während der Nikolaus die braven Kinder beschenkt, wird der Krampus als dessen dunkle Gegenseite gefürchtet. Sein Tag ist der 5. Dezember. Er bestraft die unartigen Kinder. Die sehr bösen Kinder nimmt er sogar mit sich und steckt sie in seine „Butte“ – ein befestigtes Gefäß.

Der Name „Krampus“ stammt aus dem Mittelhochdeutschen und leitet sich von „Krampen“ ab, was so viel wie „etwas Vertrocknetes oder Verdorrtes“ bedeutet – eine Anspielung auf seine bedrohliche Erscheinung. So besitzt der Krampus spitze, gebogene Hörner, eine lange Zunge, ein finster blickendes Gesicht und ein dunkles Fell. Bei sich trägt er neben der Butte noch eine Eisenkette und Glocken, die sein Erscheinen ankündigen.

Bekannt ist der Krampus und die damit verbundenen Traditionen vor allem in der Alpenregion. So ziehen jedes Jahr im südlichen Bayern, Österreich und Norditalien bei den Krampusumzügen Verkleidete mit furchterregenden Masken, Glocken und Ruten durch die Straßen.

Die Legende des Krampus hat ihre Ursprünge bereits in vorchristlichen Traditionen. Ursprünglich galt er als eine Naturgestalt, die die Kräfte des Winters symbolisierte. Heute begegnet man dem Krampus nicht nur auf traditionellen Umzügen oder Weihnachtsmärkten, sondern auch in Filmen und Serien, wo er als Symbol des dunklen Gegenpols zum Nikolaus für Spannung sorgt. Seine Bekanntheit nimmt so immer weiter zu.

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